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<title>Handelsblatt-Klima-Blog</title>
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<lastBuildDate>Wed, 25 Feb 2009 14:21:09 +0100</lastBuildDate>
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<title>Krise als Chance: Jetzt Kurs auf nachhaltiges Wirtschaften nehmen!</title>
<link>http://bergius.blogg.de/eintrag.php?id=185</link>
<description><![CDATA[<span style="FONT-SIZE: 12pt; FONT-FAMILY: "Times New Roman"; mso-fareast-font-family: "Times New Roman"; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA">Klimawandel und Wirtschaft – zwei Jahre Blog haben die große Bedeutung des Themas, die Zusammenhänge und Handlungsfelder im „Kerngeschäft“ von Unternehmen, Haushalten und Investoren erläutert und bewertet. Dies stieß auf große Resonanz bei allen, die die Tragweite der Herausforderung erkannt haben. Erschreckenderweise scheint das aber bei den meisten Anlegern, Managern und Wirtschaftspolitikern nicht der Fall: Da schreit die Wirtschaft, die sonst vom Staat nichts wissen will, nach staatlicher Unterstützung; da werden prompt wegen der Finanzkrise mit heißer Nadel riesige Milliardenpakete geschnürt, ja Billionen locker gemacht; da ist von der Rettung der Welt die Rede – doch es geht nur um die Rettung des maroden Finanzsystems, das weder nachhaltig und noch verantwortlich ist. Die einzigartige Chance, diese Krise zu nutzen, um die viel größere Krise, die die Welt und die Existenz unserer Lebensgrundlage bedroht, den Klimawandel, in den Griff zu bekommen, wird vertan.</span> <br /><br /> <p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Die vergleichsweise wenigen Milliarden, mit denen sich der Klimawandel zumindest eindämmen ließe, lassen noch immer auf sich warten. Die Konjunkturpaket-Milliarden dagegen zementieren weitgehend alte, nicht nachhaltige Strukturen. Die mit dem Klimawandel teilweise verbundenen anderen, auch wirtschaftlich relevanten Megathemen der Zukunft werden ganz links liegen gelassen: Ressourcenknappheit, rasanter Verlust an Artenvielfalt, wachsende Armut, weltweit drohende Migrationen, Probleme zunehmender Urbanisierung. Obwohl die Finanzkrise gelehrt haben sollte, dass kurzfristiges Denken und Handeln fatal ist, handeln die Wirtschaftsverantwortlichen allerorten erneut kurzsichtig, nur auf das hier und jetzt bezogen. Das kann nicht gut gehen.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><p> </p></p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Alte Strukturen und überholte Techniken krampfhaft zu bewahren, war noch nie ein dauerhaftes Erfolgsrezept. Dagegen könnten Investitionsanreize für Energieeffizienz, Ressourceneffizienz, Erneuerbare Energien, innovative rohstoffarme und emissionsfreie wie sozial nützliche Produkte einen Investitionsschub bewirken, der uns aus der Krise gestärkt hervorgehen lässt. Klar, der Erhalt von zig Tausend Arbeitsplätzen auf einen Schlag in der Autoindustrie lässt sich leichter öffentlichkeitswirksam vermarkten, als die Förderung der überwiegend klein- und mittelständigen Umweltbetriebe. Doch diese sind laut jüngsten Zahlen der entscheidende und zukunftsträchtige Job- und Wachstumsmotor Deutschlands. Wo bleibt der Aufschrei des Mittelstands gegen die einseitige Bevorzugung der Großindustrie? Wann bündelt er seine Kräfte für zukunftsorientierte politische Lösungen?</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><p> </p></p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Die Finanzkrise sollte auch gelehrt haben, dass wir umdenken müssen. Finanzwelt und Wirtschaft können ihrer Verantwortung und ihren Aufgaben nicht ohne eine funktionierende Kontrolle gerecht werden. Über die Reorganisation der Finanzaufsicht wird beraten, doch auch bei den Unternehmen reicht es nicht, ein paar finanzielle Kennzahlen geben zu müssen. Sie sollten die sozialen und ökologischen Folgen ihres Handelns offen legen, um regionale und globale Risiken zu erkennen und im Keim zu ersticken. Die jetzige Berichterstattungspflicht ist längst nicht ausreichend. Genauso wie bei der Finanzberichterstattung muss und wird es nach und nach zu einer durchgängigen, vergleichbaren Nachhaltigkeitsberichterstattung in den Geschäftsberichten kommen. </p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><p> </p></p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Überdies können nicht nur quartalsmäßig steigende Gewinne Unternehmensziel sein – das sichert auf Dauer nicht die Existenz von Unternehmen. Die Finanzkrise hat deutlich gezeigt, welch dramatische Folgen pur renditeorientiertes Wirtschaften, Finanzieren und Anlegen hat – im Extremfall sind nicht nur Gewinn oder Rendite weg, sondern auch ein großer Teil der Kapitalbasis von Unternehmen und Anlegern. Der schnelle Euro<span style="mso-spacerun: yes">  </span>kann es nicht mehr sein.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><p> </p></p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Nachhaltiger zu wirtschaften und zu investieren, ökologisch und sozial verantwortlich, ist kein Luxus, sondern ein Muss, um den jetzt schon absehbaren Krisen effektiv entgegen zu wirken und zugleich im Wettbewerb die Nase vorne zu haben. Wer frühzeitig Risiken des Kerngeschäfts eliminiert, Geschäftschancen auslotet und schon jetzt mit Produkten und Dienstleistungen zur Lösung der „ Zukunftsprobleme“ beiträgt, hat einen Vorsprung und sichert sich damit seine eigene Zukunft. Es geht nicht darum, ob Unternehmen Gewinne erwirtschaften oder was sie damit tun, sondern <u>wie</u> sie ihre Gewinne erwirtschaften.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><p> </p></p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Genauso sollten Anleger prüfen, was mit ihrem Geld geschieht. Sie sollten ihre Bankberater und Vermögensverwalter fragen, ob sie ökologische und soziale Risiken und Chancen systematisch in Aktien- und Investmentanalyse sowie Portfoliomanagement integrieren. Ist dem nicht so, sollten die Anleger ihr Geld umschichten. Nachhaltige Geldanlagen versprechen zwar nicht per se mehr Rendite als konventionelle. Doch nachhaltige orientierte Unternehmen arbeiten in allen Geschäftsbereichen vorausschauender, was zumindest teilweise höhere Renditen bewirkt. Vor allem aber sinkt das Risiko, dass sie wegen Fehlentscheidungen oder mangels innovativer Produkte in die Krise geraten oder gar vom Erdboden verschwinden. Aus gutem Grund wird die Gruppe der Privatanleger und institutionellen Investoren immer größer, die (zumindest einige) Nachhaltigkeitskriterien bei ihren Anlagen berücksichtigen. Während 2008 zum Beispiel 300 Milliarden Euro aus konventionellen Fonds abgezogen wurden, haben Anbieter nachhaltiger Anlagekonzepte teils deutliche Mittelzuflüsse verbucht. </p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><p> </p></p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Liebe Leserinnen und Leser, dies war mein letzter Klima-Blog. Über all diese Themen werden meine KollegInnen und ich weiter berichten: Handelsblatt.com wird ab März die Berichterstattung zu „Klimawandel und Wirtschaft“<span style="mso-spacerun: yes">  </span>im Special „Energie &amp; Umwelt“ bündeln, das ich vor einigen Jahren mit ins Leben rief: <a href="http://www.handelsblatt.com/energie">http://www.handelsblatt.com/energie</a>.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><p> </p></p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Über den gesamten Themenkomplex „Nachhaltiges Wirtschaften“ und „Nachhaltiges Investieren“, berichte ich seit fast neun Jahren im Handelsblatt, seit 2002 auch online und seit fünf Jahren hauptberuflich. Meine Beiträge finden Sie unter: <a href="http://www.handelsblatt.com/nachhaltigkeit">http://www.handelsblatt.com/nachhaltigkeit</a>.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><p> </p></p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Damit möchte ich mich bei Ihnen allen für Ihr Interesse, Ihre Unterstützung und Ihre Kommentare bedanken. Der Blog hat mir Spaß gemacht, und auch, mich mit einzelnen Kritikern mal „anzulegen“. Ihnen allen wünsche ich viel Erfolg bei Ihren Bemühungen um eine umwelt- und sozialverträgliche Wirtschafts- und Lebensweise.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><p> </p></p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Susanne Bergius</p>]]></description>
<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 14:21:09 +0100</pubDate>
<dc:creator>sbergius</dc:creator>
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<title>Geringer Flächenverbrauch nutzt Kommunen ökologisch wie ökonomisch</title>
<link>http://bergius.blogg.de/eintrag.php?id=184</link>
<description><![CDATA[<p>Acht Jahre nach dem Festzurren der „Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie“ hat die Bundesregierung endlich Unterstützung für eines ihrer zentralen Ziele erhalten. Die kommunalen Spitzenverbände haben sich mit dem Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung, in dem alle Ministerien vertreten sind, darauf geeinigt, den Flächenverbrauch bis zum Jahr 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren. Bisher werden täglich 113 ha durch Siedlung und Verkehr zugebaut. Das sind jedes Jahr 41.000 ha – so viel wie manch ein Nationalpark. Verloren gehen sehr fruchtbare landwirtschaftliche Flächen, Wälder, Biotope und Artenvielfalt, Erholungsgebiete sowie CO2-Speicher zugunsten des Klimaschutzes.</p> <br /><br /> <p>Die Zersiedlung führt auch zu einer zunehmenden Unterauslastung von Infrastrukturen, so dass die Kosten für technische Infrastrukturen, etwa der Wasserver- und Abwasserentsorgung, steigen und die Rentabilität öffentlicher Verkehrsmittel sinkt. Das Ziel der Bundesregierung ist daher dringend geboten. Doch was nutzt es, wenn diejenigen sich nicht darum kümmern, die für Regionalplanung und Flächenausweisung vorwiegend verantwortlich sind? Ein Eindämmen von Bundesverkehrsplanungen reicht bei weitem nicht. Doch<b style="mso-bidi-font-weight: normal"> </b>kaum ein Bundesland hat in seiner Nachhaltigkeitsstrategie die 30-ha-Vorgabe übernommen, selbst wenn sich die Umweltminister der Länder Ende 2007 für das Ziel aussprachen. Einige Bundesländer haben gar keine Nachhaltigkeitsstrategie.</p><p>Und auch die Kommunen tun sich schwer, zum Beispiel mit der Belebung von Innenstädten, und weisen im Kampf um Steuergelder immer noch jede Menge eigene Wohn- und Gewerbegebiete aus, statt sich mit Nachbarkommunen zusammen zu tun und gemeinsam Flächen schonende sowie Kosten dämpfende Lösungen zu finden. Es ist darum ein wichtiger Schritt, dass sich die kommunalen Spitzenverbände nun auf das 30-ha-Limit haben einschwören lassen. Regierung und Verbände wollen auf Fachebene besprechen, welche konkreten Schritte nun folgen sollen, um Innenstadtbereiche und Gemeinden zu beleben, Brachflächen wieder zu nutzen und neue Siedlungs- und Verkehrsflächen sparsam auszuweisen.</p><p>Regionale und kommunale Kooperationen können dies voran bringen und das Steuerrecht sollte dringend angepasst werden, um das zu erleichtern. Mehrere Modellprojekte zeigen im Rahmen des Forschungsschwerpunktes der Bundesregierung „Refina“, wie interkommunale Gewerbeflächen entwickelt oder private Flächennutzungen besser gesteuert werden können. Andere Projekte zeigen, wie privates Kapital zur Entwicklung von Brachflächen im Stadtinneren zu mobilisieren ist, wie Kommunen mit handelbaren Zertifikaten zur Flächenausweisung flexibel und effizient Vorgaben der Raumordnung erreichen oder wie ein Flächenmanagement auch über Ländergrenzen hinweg kooperativ gestaltet werden kann. Der Projektverbund „Flächenkonstanz Saar“ erarbeitet gar das erste Konzept für ein Nullwachstum bei der Flächeninanspruchnahme.</p><p>Im Land der Kreislaufwirtschaft sollte insbesondere eine „Flächen-Kreislaufwirtschaft“ strategische Grundlage künftiger Stadt- und Gemeindeentwicklung sein. Flächen sind als wertvolle Ressourcen anzusehen, für die ein systematisches nachhaltiges Ressourcenmanagement zu betreiben ist. Dafür gilt ebenso wir für Autos, Dosen oder Elektronik das Dreifach-Prinzip „Vermeiden – Verwerten – Ausgleichen“. Einige Modellvorhaben wiesen nach, dass dies sowohl für Regionen mit schrumpfender Bevölkerung und Wirtschaft sinnvoll und realisierbar ist als auch als Lenkungsstrategie für Wachstumsregionen. Länder, Regionen und Gemeinden sollten sich rasch informieren, sich Ziele zur Verringerung des Flächenverbrauchs setzen und zügig Maßnahmen ergreifen. Das nutzt ihnen und ihrer Bevölkerung - sowohl ökologisch als auch ökonomisch. </p>]]></description>
<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 08:47:01 +0100</pubDate>
<dc:creator>sbergius</dc:creator>
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<title>Studenten fordern nachhaltiges Wirtschaften von Unis und Unternehmen  </title>
<link>http://bergius.blogg.de/eintrag.php?id=183</link>
<description><![CDATA[<span style="FONT-SIZE: 12pt; FONT-FAMILY: ">Ressourcenknappheit, Klimawandel, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in Niedriglohländern – ökologische Krisen und soziale Brennpunkte wachsen sich zu ökonomischen Krisen aus, weil die Ökonomie sie jahrzehntelang vernachlässigte. Hochschulen von Nachbarländern korrigieren dieses Versäumnis inzwischen tatkräftig. Nachhaltiges Wirtschaften wird Pflichtfach. Die deutsche Hochschullandschaft hinkt – von Ausnahmen abgesehen - hinterher, in Lehre und Forschung. Studenteninitiativen machen sich für eine Modernisierung der häufig veralteten Lehrpläne stark.</span>  <br /><br /> <p>Seit fünf Jahre engagiert sich das Studentennetzwerk „Sneep“, um Wirtschafts- und Unternehmensethik sowie Nachhaltigkeit und Corporate Responsibility in akademischer Bildung und wirtschaftlicher Praxis voranzutreiben. Seinen beharrlichen, vielfältigen und inzwischen fast deutschlandweiten interdisziplinären Aktivitäten ist es mit zu verdanken, dass die deutsche Betriebswirtschaftslehre nachhaltiges Wirtschaften endlich entdeckt, insbesondere jüngere, im Norden der Republik angesiedelte Universitäten. Es macht seinem Namen „student network for ethics in economic education and practice” alle Ehre.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Jedoch erst wenige Universitäten bilden für das Megathema der Zukunft interdisziplinär kompetente Nachhaltigkeitsmanager aus, geschweige denn, dass sie nachhaltiges Management für angehende Betriebswirte zur Pflicht erheben. Fast nirgends ist die Rede davon, gar den Horizont anderer Studiengänge durch Pflichtmodule entsprechend zu erweitern. Sneep und andere Studenteninitiativen haben also noch viel zu tun, um die BWL in Deutschland, die verkrusteten Strukturen anderer Fächer und die unternehmerische Praxis ökologisch und sozial verantwortlich, kurz: zukunftsfähig zu machen.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Wie das aussehen könnte, zeigt die Studierendeninitiative „Greening the University e.V.“ in einem soeben veröffentlichten Buch &quot;<a title="http://www.oekom.de/nc/buecher/vorschau/buch/greening-the-university.html" href="http://www.oekom.de/nc/buecher/vorschau/buch/greening-the-university.html" target="page"><span style="COLOR: windowtext; mso-ansi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-size: 12.0pt">Greening the University. Perspektiven für eine nachhaltige Hochschule</span></a>“ im Münchener Oekom-Verlag. Die Autoren schreiben nicht nur auf geduldiges Papier, sondern eine fächerübergreifende Studentengruppe der Universität Tübingen hat an ihrer Hochschule einen Prozess angestoßen, an dessen Ende eine nachhaltige Universität stehen soll. Sie zeigen damit am konkreten Beispiel, wie sich eine Uni zu <span style="COLOR: black">Nachhaltigkeit in allen Dimensionen bekennen kann und gleichzeitig ihren eigenen ökologischen Fußabdruck minimiert.</span></p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Beide Initiativen zeigen überdies, dass nachhaltiges Wirtschaften nicht nur eine Aufgabe von Betriebswirten ist, sondern dass viele Disziplinen dazu beitragen müssen und entsprechend ausgerichtet sei müssen. Andernfalls wird es kaum gelingen, die industrialisierte Wirtschafts- und Lebensweise auf eine ökologisch, sozial und wirtschaftlich dauerhaft gesunde Art umzustellen. Wie diese Integration in der Praxis aussehen kann, zeigt Unternehmern, Managern, einkäufern, Wissenschaftlern und Wirtschaftsverbänden vom 17. bis 18. <span lang="EN-GB" style="mso-ansi-language: EN-GB">Februar in Nürnberg die „International Conference on Sustainable Production, Trade, Consumption and Lifestyle“.</span></p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><span lang="EN-GB" style="mso-ansi-language: EN-GB"></span><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><a href="http://www.sneep.info/"><span lang="EN-GB" style="mso-ansi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-ansi-language: EN-GB"><font color="#800080">http://www.sneep.info/</font></span></a><span lang="EN-GB" style="mso-ansi-language: EN-GB"></span></p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><cite><span style="FONT-STYLE: normal"><a href="http://www.greening-the-university.de/"><font color="#800080"><span lang="EN-GB" style="mso-ansi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-ansi-language: EN-GB">http://www.</span><span lang="EN-GB" style="mso-bidi-font-weight: bold; mso-ansi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-ansi-language: EN-GB">greening-the-university</span><span lang="EN-GB" style="mso-ansi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-ansi-language: EN-GB">.de</span></font></a></span></cite><cite><span lang="EN-GB" style="FONT-STYLE: normal; mso-ansi-language: EN-GB"></span></cite></p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><cite><span lang="EN-GB" style="FONT-STYLE: normal; mso-ansi-language: EN-GB"><a href="http://www.sustainability-conference.de/"><span style="mso-ansi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><font color="#327572">http://www.sustainability-conference.de</font></span></a></span></cite></p><p /></p><p> </p>]]></description>
<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 08:32:26 +0100</pubDate>
<dc:creator>sbergius</dc:creator>
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<title>Investoren nutzen Klimadaten für Investmententscheidungen</title>
<link>http://bergius.blogg.de/eintrag.php?id=182</link>
<description><![CDATA[<span style="FONT-SIZE: 12pt; FONT-FAMILY: ">Wer glaubt, der Klimawandel habe während der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise keine Bedeutung mehr für sein Unternehmen, der irrt. Denn eine stark wachsende Zahl von Investoren berücksichtigt auch jetzt bei ihren Investmententscheidungen, wie transparent und aktiv Unternehmen hinsichtlich Emissionsdaten, Risiken, Chancen und Klimastrategie sind. Das ergab eine aktuelle Umfrage des „Carbon Disclosure Project“ (CDP), der weltweit größten Investoreninitiative mit einem verwalteten Kapital von sage und schreibe 55 Billionen Dollar.</span>  <br /><br /> <p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Infolgedessen sind nicht nur enorme Stürme oder Hitzewellen ein zunehmendes Risiko, wie zurzeit zu beobachten, sondern auch eine unternehmerische Strategie, die Emissionen und den Klimaschutz vernachlässigt. Mehr als 80 Prozent der antwortenden Investoren bewerten den Klimawandel als wichtigen Faktor im Vergleich zu anderen Aspekten, die Investitionsentscheidungen beeinflussen. Fast ein Viertel der Unterzeichner nahmen an der Umfrage teil. Diese Investoren nutzen die vom CDP alljährlich bei Unternehmen erfragten Daten für Dialoge mit den Firmen und einige Investoren begannen, die CDP-Daten systematisch in die Finanzanalyse zu integrieren – es ist ihr erklärtes Ziel.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Zudem erwägen inzwischen die Hälfte der antwortenden institutionelle Anleger, von börsennotierten Unternehmen nicht nur Transparenz zu fordern, wie dies das CDP seit einigen Jahren tut, sondern konkret eine Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen. Manche haben damit bereits im Rahmen ihre Unternehmensdialoge begonnen. Die detaillierten Ergebnisse der Investorenumfrage stellt das CDP im März online.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Anfang Februar versendete die Investorengruppen ihren jährlichen Klima-Fragebogen an 3700 börsennotierte Unternehmen, dessen Ergebnisse sie im September veröffentlicht. Der Druck der Initiative auf die Unternehmen, transparent zu Emissionen, Klimarisiken und -chancen sowie Strategie zu berichten, wächst, denn die Zahl der unterzeichnenden Investoren steigt von Jahr zu Jahr beträchtlich an. Seit Anfang Januar kamen 90 Investoren hinzu. Insgesamt engagieren sich jetzt 475 große Investoren, ein Zuwachs von fast ein Viertel im Vergleich zu 2008.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Auch wenn die Wirtschaftskrise momentan alles zu dominieren scheint, tun Unternehmen, auch nichtbörsennotierte, gut daran, sich gerade jetzt dem Megathema Klimawandel und seiner Relevanz für das eigene Wirtschaften ernsthaft und möglichst in Kooperation mit der gesamten mitverantworteten Wertschöpfungskette zu widmen - sonst droht der nächste Kollaps, der - wie die Finanzkrise - durch vorausschauendes und verantwortliches Handeln hätte vermieden werden können.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><a href="http://www.cdproject.net/">http://www.cdproject.net</a></p>]]></description>
<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 12:15:27 +0100</pubDate>
<dc:creator>sbergius</dc:creator>
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<title>Städte sollten verwahrloste Dächer beleben</title>
<link>http://bergius.blogg.de/eintrag.php?id=181</link>
<description><![CDATA[<span style="FONT-SIZE: 12pt; FONT-FAMILY: ">Rund acht Prozent aller Wohngebäude in Deutschland verfügen inzwischen über eine Solarstrom- oder Solarwärmeanlage. Immerhin. Doch noch schlummert auf deutschen Dächern ein riesiges Potenzial zur Energieerzeugung. Einige Städte und Kommunen wollen das nun sehr aktiv heben. Ihre Aktionen seien zur Nachahmung empfohlen. Wären alle Verantwortlichen so aktiv wie Osnabrück, könnte das einen enormen Investitionsschub bewirken, der angesichts der Wirtschaftskrise wie gerufen käme.</span>  <br /><br /> <p>In Deutschland wurden vergangenes Jahr 170.000 bzw. 190000 neue Solarstrom- und Wärmeanlagen installiert. Alle Photovoltaikanlagen zusammen haben 5,3 Gigawattpeak Leistung und geschätzte 4,3 Terawattstunden Strom geliefert, so der Branchenverband BSW-Solar. Die Solarwärmeanlagen auf elf Millionen Quadratmetern Kollektorfläche mit 7,78 Gigawatt Leistung erzeugten um die 5,3 Terawattstunden. Die aus Sonnenenergie gewonnene Strommenge werde sich bis 2020 fast verzehnfachen, erwartet der Branchenverband. Impulse geben die auf 20 Jahre sicheren Energieeinspeisevergütung, die Neuerung, dass Eigennutzer von Solarstrom ab diesem Jahr erstmals einen Bonus von 25 Cent pro Kilowattstunde erhalten, sowie die aktuell sinkenden Modulpreise. Auch die Solarwärme gewinnt an Bedeutung. Gerade im Wärmemarkt hat sich ein Wandel vollzogen: Fast der Hälfte aller neuen Heizungsanlagen wurden mit erneuerbaren Energien. Das ist eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr, wie der Branchenverband BDH jetzt mitteilte. </p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none">Das Potenzial ist jedoch noch längst nicht genutzt. Viele Dachflächen sind für Solaranlagen geeignet, ohne dass die Eigentümer sich dessen bewusst sind oder den möglichen Strom- und Wärmeertrag einschätzen könnten. In Osnabrück ist das inzwischen anders. Dort wurde das Sonnenpotenzial für die gesamte Dachlandschaft ermittelt, so dass für 70000 Dächer hausnummerngenaue Daten zu Eignung und potenziellem Stromertrag zur Verfügung stehen. Die Fachhochschule Osnabrück hatte eine Methode entwickelt, mit der vollautomatisch ein flächendeckendes Solarkataster erstellt werden kann. Es ist so präzise, dass es selbst Schornsteine oder Unebenheiten auf Dächern erfasst und recht leicht ermöglicht, Strom-/Wärmeertrag und Investitionsaufwand zu berechnen. Insgesamt, so das Ergebnis, sind 27000 Dächer sehr gut bis gut geeignet. <span style="COLOR: black">Theoretisch könnte der gesamte private Stromverbrauch oder 20 % des gesamten Stromverbrauchs Osnabrücks mit Photovoltaik zukunftssicher und CO2-arm erzeugt werden.</span></p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Die Stadt will mit intensiver Beratung erreichen, dass in so viele Anlagen wie möglich investiert wird. Auf dem attraktiven Internet-Angebot haben sich bereits mehrere Tausend Bürger ihre Dächer angesehen, potenziellen Ertrag und Investitionen berechnen lassen und viele<span style="mso-spacerun: yes">  </span>haben sich für die neuen Energietechniken entschieden. <span style="COLOR: black">In der Solarbundesliga ist Osnabrück 2008 durch die Errichtung von 65 neuen Solarstromanlagen und mehr als 1700 m² neuer Kollektorfläche zur Warmwasserbereitung erneut nach oben gerückt und steht jetzt auf Rang 11 aller 45 teilnehmenden deutschen Großstädte über 100.000 Einwohner. Die Solarbundesliga veranstalten seit 2001 der Nachrichtendienst Solarthemen und die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Auch für 2009 erwartet der Fachbereich Umwelt der Stadt eine deutliche Steigerung der Erzeugung dieser regenerativen Energien, da viele Bürger in den vergangenen Monaten keine Termine mehr für den Aufbau bekommen hätten, weil die Installationsbetriebe so ausgelastet sind. Hier zeigt sich, welche starken regionalen Wirtschaftsimpulse Investitionen in Umweltschutztechnologien geben können. </span></p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><span style="COLOR: black"></span></p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Osnabrück lässt sich die Beratung auch was kosten: Seit einem halben Jahr spricht die Stadt gezielt Eigentümer an, hat bereits 70 intensiv bei ihnen zuhause durch Spezialisten beraten lassen und 20000 Euro dafür gezahlt, wie Detlef Gerdts, Fachbereichsleiter Umwelt berichtet. Was nach einem kleinen Vermögen klingt, schrumpft zu Kleingeld im Vergleich zu dem, was sich damit erzielten lässt: Fast zwei Drittel der beratenen Eigentümer wollen auf jeden Fall dieses investieren – für insgesamt elf Millionen Euro. Das zeigt: die Information ist zentrale Voraussetzung, aber die direkte Ansprache der privaten und gewerblichen Eigentümer ist der entscheidende Faktor. Darum will die Stadt weitere Dachbesitzer ansprechen, und sie schaltet sich schon bei Bauvoranfragen ein, indem sie Architekten und Bauherren zur Vorplanung anspricht. Infolgedessen wurden bereits einige Großanlagen gebaut. Überdies verhandelt sie zurzeit mit einer Bank über einen Bürgersolarfonds, um Finanzierungsmittel zu erschließen und auch Mieter und kleinere Eigentümer, deren Dächer nicht geeignet sind, an dieser Entwicklung teilhaben zu lassen.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Dem Vorbild von Osnabrück folgen inzwischen viele Städte. Mehr als hundert Städte und Landkreise haben Kontakt aufgenommen und sich von der FH Angebote machen lassen. Anfragen kamen gar aus New York, Santiago de Chile und Yokohama. Gelsenkirchen hat sich inzwischen vermessen lassen und online ebenfalls ein Solardachkataster geschaltet. Braunschweig stellt seines nächste Woche online, während Oldenburg erst die Laserscannerdaten hat und die Berechnung des Solarpotenzials noch aussteht.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Hessen will die dreidimensionalen und sehr kleinteiligen Laserscannerdaten flächendeckend liefern, die nötig sind, um mit der von der FH entwickelten Software die jeweiligen Solar- und Investitionsdaten zu errechnen. Das würde den Kommunen die Sache erheblich erleichtern, weil sie meist keinen Laserscanner haben und diese Luftaufnahmen teuer organisieren müssten. In Niedersachsen haben darum erst die genannten drei Städte diese Daten.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Besser geht es da den Kommunen in Nordrhein-Westfalen. NRW hat bereits große Landesteile mit Laserscannern beflogen und das Landesvermessungsamt gibt die Daten den Städten kostenfrei, wie Projektmitarbeiterin Dorothea Ludwig an der FH Osnabrück berichtet. Die Befliegung startete vor wenigen Jahren aus anderen Gründen, unter anderem. zur Erkennung von Hochwasserrisiken, Lärm- oder Feinstaubelastung. Angesichts der neuen Anwendungsmöglichkeit treibt das Land die Datenaufnahme stärker voran. </p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Das Saarland, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg hatten die hochauflösenden Oberflächendaten mit mindestens einem Messpunkt pro Quadradmeter bereits für andere Anwendungsbereiche flächendeckend erhoben. Wenig Kommunen ist das bekannt. Interessierte Städte können sich direkt an die Vermessungsämter wenden. Andere Bundesländer sollten die Vermessung beginnen bzw. vorantreiben sowie Städte und Kommunen informieren. In der Sonnentechnik liegen Potenziale für Investitionen, Regionalwirtschaft und Unabhängigkeit von Energieimporten begraben, die schleunigst gehoben werden sollten. Das hat die Erdgaskrise im Januar mehr als verdeutlicht.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><span style="FONT-SIZE: 11pt"></span></p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><span style="FONT-SIZE: 11pt; COLOR: black"><a href="http://www.osnabrueck.de/sun-area" target="_blank">www.osnabrueck.de/sun-area</a></span><span style="FONT-SIZE: 11pt"></span></p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><span style="FONT-SIZE: 11pt; COLOR: black"><a title="Externer Link, öffnet sich in neuem Fenster" href="http://www.solarbundesliga.de/?content=grossstaedte" target="_blank"><font color="#800080">www.solarbundesliga.de</font></a></span></p><p /><p> </p><p /><p> </p>]]></description>
<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 15:16:16 +0100</pubDate>
<dc:creator>sbergius</dc:creator>
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<title>Erneuerbare Energien müssen zugleich nachhaltig sein</title>
<link>http://bergius.blogg.de/eintrag.php?id=180</link>
<description><![CDATA[<span style="FONT-SIZE: 12pt; FONT-FAMILY: ">Es war an der Zeit, dass sich der ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS) anders bezeichnet. Der neue Name ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE) zeigt endlich, dass er längst auf allen Gebieten derartiger Technologien tätig ist. Schade nur, dass er bei der Namensänderung nicht die Gelegenheit nutzte, die Notwendigkeit hervorzuheben, dass diese Energien selbst auch nachhaltig sein müssen.</span>  <br /><br /> <p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none">Denn nicht alle erneuerbaren Energien sind zugleich nachhaltig. Wasserkraftwerke, die Biotope zerstören und für die zig tausende Menschen vertrieben werden, sind es ebenso wenig, wie Biomassekraftstoff, der infolge von Urwaldrodungen oder hohem Einsatz von Düngern und Bewässerung mehr CO2 im Lebenszyklus freisetzt als fossiler Sprit. Diese Gefahren sind zu erforschen. Und der Verbund, der das strategische Ziel hat, Erneuerbare Energien zu einer zentralen Säule einer nachhaltigen Energieversorgung<span style="mso-spacerun: yes">  </span>zu entwickeln, sollte dies bei seiner Strategie beachten und nur wirklich nachhaltige Energien fördern.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none">Mit inzwischen mehr als 1600 Mitarbeitern und etwa 80 Prozent der Forschungskapazitäten in Deutschland und als einer der größten entsprechenden Verbunde in Europa hat er dazu beste Voraussetzungen. Eins ist klar: Solarthermie und Photovoltaik reichen nicht, Wirtschaft und Gesellschaft auf eine dauerhaft umweltverträgliche und wirtschaftliche Energieversorgung umzustellen. Es sind kombinierte Energietechniken nötig und möglich, die andere „Sonnenenergien“, wie Windkraft und eben auch Biomasse, einbeziehen sowie Fluss- und Meerwasserkraft, Geothermie oder Speichertechniken.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none">Sind aber die jeweiligen Techniken nicht nachhaltig, geraten Umwelt und Mensch zumindest regional vom Regen in die Traufe beziehungsweise von der Dürre in die Wüste, wie sich bereits bei einigen großen, aber vor ihrer Mündung versiegenden Flüssen und beträchtlichen trocken Landstrichen über ausgebeuteten Grundwasserseen zeigt.</p>]]></description>
<pubDate>Thu, 22 Jan 2009 09:20:56 +0100</pubDate>
<dc:creator>sbergius</dc:creator>
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<title>Gütesiegel für nachhaltiges Bauen</title>
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<description><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Endlich ist es so weit: mit einjähriger Verzögerung wurde am Montag erstmals das „Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen“ vergeben. Was lange währt, wird endlich gut. Die Zertifizierung erfasst Nachhaltigkeit in allen Dimensionen, solide und zukunftsorientiert. Damit ist es ausländischen Siegeln, die nur Umweltaspekte beachten und damit die in ihren Ländern mangelnde Gesetzgebung ausgleichen, deutlich überlegen. Zudem widerlegen die Kriterien und messbaren Indikatoren das Vorurteil, Nachhaltigkeit sei ein schwammiger Begriff, den jeder nach Gutdünken füllen könne: In Architektur, Bau- und Immobilienwirtschaft werden künftig alle über dasselbe reden, sobald sich das Siegel etabliert. Die Chancen dafür stehen gut, da es nicht von oben herab, sondern von einem breiten Querschnitt an Marktteilnehmern für den Markt gemacht wurde. Orientiert sich die Branche, die die größten Massenströme bewegt und die Hälfte aller Kapitalinvestitionen verantwortet, an diesen Vorgaben, wird das auch auf andere Branchen wirken.</p> <br /><br /> <p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Das alles ist keine Selbstverständlichkeit. Noch vor einem Jahr rangelten Bundesbauministerium und die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) um Systematik und Kriterien. Es stand zu befürchten, dass zwei Systeme auf den Markt kommen: eines, das alle Themen gleichgewichtig abprüft, und eines, bei dem sich Bauherren marketingorientiert auf ein Thema konzentrieren können und das rasch zusammengestrickt im Januar vor einem Jahr vergeben werden sollte.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Die Vernunft aber siegte. Die Beteiligten verschmolzen 2008 beide Kriterienkataloge und Systematiken. Das Bauministerium setzte durch, dass alle vier großen Themen – Ökologie, Wirtschaftlichkeit, Soziales/Funktionales, Technik – zu prüfen sind und zu gleichen Teilen, je 22,5 Prozent, in die Gesamtbewertung fließen. Die DGNB erreichte unter anderem, dass es Noten für die Einzelthemen gibt, die Architekten &amp; Planer sowie Investoren &amp; Immobilienbranche bei der Vermarktung herausheben können. Und beide honorieren die Prozessqualität, Kooperation aller Beteiligten und den Ablauf, was beides entscheidend auf alle anderen Qualitäten wirkt. </p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Die Detailnoten sind interessant: So hat das Umweltbundesamt insgesamt eine 1,27 erzielt mit 86 Prozent aller möglichen Punkte. Die Öko-Qualität liegt bei 1,2 und die Wirtschaftlichkeit bei der kaum übertreffbaren Note 1,03. Aber die Technik erhält nur 1,7. Bei dem mit Silber ausgezeichneten Bürogebäude Laim290 ist der Unterschied noch größer. Bei einer Gesamtnote von 1,7 punktet das Gebäude insbesondere bei der Wirtschaftlichkeit (1,03) und der Ökologie (1,5). Die Technik hingegen lässt mit nur 2,77 jedoch zu wünschen übrig. Es lohnt sich für Investoren, die Teilnoten genau zu betrachten.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Das ist auch den Architekten, Planern, Ingenieuren, Generalunternehmen und Bauherren zu empfehlen, deren Planungen ein Vorzertifikat erhalten haben. Sie verdeutlichen, was erreicht wird, und sie einzuhalten, ist eine Verpflichtung gegenüber der DGNB. Man lerne sein Gebäude erst richtig kennen, wie Teilnehmende berichten, und könne viel besser in die Feinplanung gehen. Zudem sensibilisiere die Prüfung alle Beteiligten für Verbesserungspotenziale, so dass sie bei der tieferen Planung und dem Bau noch mehr für Energieeinsparung, Raumklima oder Wirtschaftlichkeit tun können, wie Auditor Thomas Öbbecke erläutert. Zum Beispiel kann man die Zertifikate-Grenzwerte etwa für Schadstoffe in Baumaterialien als Anforderungen in die Ausschreibung nehmen und erreicht so mit wenig Aufwand ein besseres Raumklima. Das Baurecht hilft ja bei der Raumluftbelastung ebenso wenig weiter wie bei Ökobilanzierung oder Barrierefreiheit.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Im Vergleich zu vielen Systemen ist es ein echter Fortschritt, dass das Gütesiegel nicht nur im Nachhinein vergeben wird, sondern als Planungsinstrument zu nutzen ist. Je eher sich Architekten, Bau- und Immobilienfachleute darauf einlassen, desto eher werden sie mit vielen Nachhaltigkeitsaspekten vertraut. Das senkt die Hemmschwelle und wird viele entsprechende Techniken und Abläufe zur Selbstverständlichkeit machen. Je mehr alle Beteiligen von Beginn an kooperieren, desto besser das bauliche Ergebnis. Und das wirtschaftliche Ergebnis, denn bis zu 90 Prozent der Betriebskosten werden schon in der frühen Planungsphase bestimmt.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Besonders gelungen ist, dass die gesamten Lebenszykluskosten eines Gebäudes – Materialien, Bau, Betrieb, Sanierung, Abriss - transparent zu machen sind. Dadurch werden schon bei der Planung die Betriebskosten auf 50 Jahre sichtbar, was wesentlich zu Werterhalt beitragen kann. Wer die langfristigen Kosten analysiert, kann das bisher oft genutzte Totschlagargument „Nachhaltigkeit ist zu teuer“ getrost vergessen, denn dies gilt nur bei kurzfristigem Investitionshorizont.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Natürlich ist das mit den Lebenszykluskosten ebenso wie mit der kompletten Öko-Analyse leichter gesagt als getan. Doch es ist einfacher als viele Gegner behaupten. Bei der TU Darmstadt gibt es bereits Berechnungen zu Lebenszykluskosten und Kapitalkosten für Baumaterialien. Je mehr Referenzgebäude vorliegen, desto besser ist die Datenlage, aus denen man sich bedienen kann. Entsprechenden Datenbanken werden aufgebaut. Dann müssen die Planer nicht für jedes Material oder jede Technik die CO2-und-Umwelt-Bilanz oder die Wirtschaftlichkeit immer wieder neu errechnen, sondern können sie einfach abrufen. Öko-Daten gleich in die Software integriert werden. Erst Ansätze dafür gibt es schon.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">All dies sowie die Entwicklung weiterer Systemvarianten für die unterschiedlichsten Gebäude- und Bautypen wird noch einige Zeit brauchen und es wird sicher auch Kinderkrankheiten geben. Doch weder Rom noch die ausländischen Zertifizierungen wurden über Nacht gebaut und entwickeln sich auch jetzt noch weiter. Dass Fachleute fast aller Interessengruppen am Aufbau des deutschen Systems mitarbeiten, macht es überzeugend und auch, dass es an verschiedene Klimaregionen, politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie neue wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst werden kann. Es ist zwar nicht der erste nationale Ökostandard, wie Hochtief fälschlicherweise unter Missachtung des deutschen Passivhaus-Standards behauptet, aber es ist der erste durch und durch nachhaltige Zertifizierungsstandard.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Bei allen Vorteilen gibt es aber auch einen Nachteil: Das Siegel hat einen unaussprechlichen Namen – DGNB ist ein echter Stolperstein. Wie schnell geht einem doch LEED über die Lippen, dies bereits international genutzte US-Energie&amp;Umwelt-Label. Zwar gibt es in Deutschland erst ein Gebäude mit LEED-Zertifikat – das Gold-Siegel erhielt kürzlich der vergangenen Sommer fertig gestellten Neubau des Großrechenzentrums der Citigroup in Frankfurt am Main – wogegen es seit Montag immerhin 16 DGNB-Zertifikate und 12 Vorzertifikate gibt. Aber es wäre besser gewesen, wenn die Gesellschaft DGNB für das Siegel nicht ihr ganzes eigenes Kürzel durchgesetzt hätte. Sie will es zu einem weltweiten Exportschlager machen, was mit dieser holprigen Buchstabenkombination nicht ganz einfach sein dürfte. Ein klarerer Name würde das Marketing der Zertifizierung im Inland wie im Ausland erleichtern und damit auch die Arbeit für mehr Nachhaltigkeit am Bau.</p>]]></description>
<pubDate>Fri, 16 Jan 2009 09:36:45 +0100</pubDate>
<dc:creator>sbergius</dc:creator>
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<title>Nachhaltige Geldanlagen im Trend</title>
<link>http://bergius.blogg.de/eintrag.php?id=178</link>
<description><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">2008 kamen trotz der Finanzkrise zahlreiche neue Anlageprodukte für Private und Institutionelle auf den Markt, die ökologische und soziale Kriterien befolgen. Sie gehen in vier Richtungen: „In“ bleiben Umwelttechnikfonds, völlig neu dagegen sind nachhaltige Schwellenländerfonds. Zudem weitet sich die Palette der Dachfonds aus. Ein weiterer Trend ist die Integration von nachhaltigen Kriterien in die konventionelle Vermögensverwaltung.</p> <br /><br /> <p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Dem widmet sich das diesjährige Forum für verantwortliches Investieren (<strong><span style="FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold">3. </span></strong><strong><span lang="EN-GB" style="FONT-WEIGHT: normal; mso-bidi-font-weight: bold; mso-ansi-language: EN-GB">Annual Forum on Responsible Investing) des Union League Club und Mitveranstaltern </span></strong><span lang="EN-GB" style="mso-ansi-language: EN-GB">am 12. und 13. Januar in New York. Es steht </span><font color="#565656"><span class="datevenue1"><span lang="EN-GB" style="FONT-SIZE: 8.5pt; mso-ansi-language: EN-GB">unter dem Motto: </span></span><span class="datevenue1"><b style="mso-bidi-font-weight: normal"><span lang="EN-GB" style="FONT-SIZE: 8.5pt; mso-ansi-language: EN-GB">“</span></b></span></font><strong><span lang="EN-GB" style="FONT-WEIGHT: normal; COLOR: black; mso-bidi-font-weight: bold; mso-ansi-language: EN-GB">ESG on the Ground: Enhancing Profitability through Sustainable Investing”. </span></strong><strong><span style="FONT-WEIGHT: normal; COLOR: black; mso-bidi-font-weight: bold">Hier diskutieren Institutionelle Investoren mit Experten, dass und wie die Profitabilität durch nachhaltiges Investieren und die Beachtung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (englisch Abkürzung: ESG) zu steigern ist. Schätzungen gehen davon aus, dass auf diese Weise bereits 2,71 Billionen Dollar verwaltet werden. Eine jüngst veröffentlichte Publikation „Integrating ESG into Mainstream Portfolios“ des online-Magazins Responsible Investor berichtet über einige praktische Beispiele.</span></strong></p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none"><span style="COLOR: black">Ziel derartiger Anlagen ist, langfristige unternehmerische Werttreiber als auch Risiken über so genannte extrafinanzielle Indikatoren besser zu erkennen, zu verstehen, Kapitalanlagen danach auszurichten und auf diese Weise indirekt von Unternehmen Verantwortung einzufordern. Dass derartiges Vorgehen und die zugehörigen Ratings kein Hobby von Ethik-Freaks sind und auch keine wissenschaftlichen Fingerübungen, zeigt die Finanzkrise: Bereits Ende 2006 ermittelte der Wissenschaftler Axel Hesse durch Befragung von Investoren und Analysten zentrale nachhaltige Leistungsindikatoren für Banken: zwei davon heißen </span>&quot;Sub-Prime oder räuberische Verleihpraktiken&quot; und &quot;Mis-selling&quot;<span style="COLOR: black">. R</span>und eineinhalb Jahre hatten Investoren Zeit, um ihre Portfolien auf die Sub-Prime-Krise auszurichten.<span style="COLOR: black"> Doch der Wissenschaftler blieb ungehört, die Krise schlägt voll zu.</span><span style="FONT-FAMILY: "></span></p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">In der Krise wird der Ruf nach Nachhaltigkeit von Finanzsystem und Finanzanlagen laut, sowie der Ruf, vom bisherigen kurzfristigen Denken zu langfristigem Denken umzuschwenken. Eine entsprechende Orientierung haben die meisten neuen Nachhaltigkeitsfonds. Bei ihnen gibt es unterschiedliche Richtungen. „In“ sind immer noch Umwelttechnik- und Klimafonds, unter anderem legte Kepler einen neuen auf. Diese Fonds haben aber keine durchweg nachhaltigen Kriterien, sondern konzentrieren sich auf bestimmte Technologien wie Solarenergie oder Wasserreinigung.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Ein dagegen umfassend nachhaltiges Konzept verfolgt das im September aufgelegte Zertifikat des österreichischen Bankhauses Schelhammer &amp; Schattera auf den Global Challenges Index der Börse Hannover. Er hat besonders strenge Kriterien. Eine neue Palette regionaler nachhaltiger Anlagefonds lancierte im November die Schweizer Bank Vontobel. <span style="COLOR: black">Zwei Megatrends in einem Paket bieten Swisscanto und Dexia: Nachhaltigkeit und Schwellenländer. Swisscanto wählt Unternehmen, deren Produkte und Dienste zu einer nachhaltigen Entwicklung der jeweiligen Staaten beitragen. Dexia legt die Einhaltung internationaler Standards und nachhaltige Geschäftsmodelle zugrunde. Kurzfristig dürfte die Volatilität in den Schwellenmärkten infolge der aktuellen Marktkrise zwar hoch bleiben, aber langfristig müssten die Finanzmärkte ihre wirtschaftliche Bedeutung erst noch würdigen, woraus sich für nachhaltig orientierte Anleger ein Potenzial ergebe, erläutert die Bank.</span></p><p /><p class="HB-Grundschrift" style="MARGIN: 0cm 0cm 12pt"><span style="FONT-SIZE: 12pt; COLOR: black; LETTER-SPACING: 0pt; mso-bidi-font-size: 10.0pt; mso-font-width: 100%; mso-font-kerning: 0pt">Im Blick auf die seit Jahresbeginn geltende Abgeltungssteuer wurden 2008 mehrere Dachfonds aufgelegt, so dass es im deutschsprachigen Raum nun mehr als zehn nachhaltige Dachfonds gibt. Der PEH Trust Green Balance ist eher ökologisch orientiert, auch wenn er soziale Kriterien mitberücksichtigt. Der HAIG Select Nachhaltigkeit von Hauck &amp; Aufhäuser hat einen umfassenderen Ansatz mit strengen Kriterien. Er basiert auf einer in Mandaten erprobten Strategie, die in den mehr als zwei Jahren vor Auflegung im April ein Plus von fast 17 Prozent vor Kosten gegenüber einem Minus von 3,75 Prozent des MSCI Welt Index erbrachte und eine geringere Schwankungsbreite hatte. Für institutionelle Anleger hat Ökoworld in Luxemburg einen nachhaltigen Dachfonds aufgelegt, der in mehr als hundert zum Vertrieb in Deutschland zugelassene nachhaltig orientierte Fonds investieren kann.</span></p><p /><p class="HB-Grundschrift" style="MARGIN: 0cm 0cm 12pt"><span style="FONT-SIZE: 12pt; COLOR: black; LETTER-SPACING: 0pt; mso-bidi-font-size: 10.0pt; mso-font-width: 100%; mso-font-kerning: 0pt">Vor einem Investment in derartige Fonds ist wie bei allen Fonds ein Beratungsgespräch empfehlenswert. Sinnvoll ist auch eine Risikostreuung. Außerdem ist zu beachten, dass manche Fonds sehr „treu“ sind: sie verändern in der aktuellen Finanzkrise ihre oft aus mittleren Unternehmen bestehenden Portfolien kaum, sondern unterstützen unverändert die ihrer Ansicht nach zukunftsfähigen Firmen und nehmen darum stärkere Kursverluste für Small- und Midcaps voll mit. Darin zeigt sich ihr langfristig orientiertes Management.</span></p><p />]]></description>
<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 17:35:08 +0100</pubDate>
<dc:creator>sbergius</dc:creator>
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<title>Wer rettet die Welt?</title>
<link>http://bergius.blogg.de/eintrag.php?id=177</link>
<description><![CDATA[<span style="FONT-SIZE: 12pt; FONT-FAMILY: ">Das war 2008: Finanzkrise. Dies Schlagwort dominiert seit Monaten das Denken und Handeln. Der Klimawandel war 2007, Schnee von gestern. So heißt es doch tatsächlich „Was kostet die Rettung der Welt?“ und alle meinen bloß die Rettung des Finanzsystems. Dafür werden ohne mit der Wimper zu zucken Unsummen locker gemacht, mehrere Billionen. Aber der Milliardenbetrag, der für den Kampf gegen den Klimawandel nötig ist, lässt immer noch auf sich warten, obwohl der Klimawandel ökonomische, ökologische und soziale Krisen ungekannten Ausmaßes verursachen wird. Verkehrte Welt.</span>  <br /><br /> <p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Stünde wirklich die Rettung des Globus auf dem Plan, müssten sich die Regierungen dieser Erde gar nicht so anstrengen. Nur ein bis zwei Prozent des weltweiten Bruttosozialprodukts müssten sie frei machen für Investitionen, die den extremen Klimawandel bremsen könnten und zumindest eine Anpassung an einen schon jetzt unvermeidlichen Klimawandel ermöglichen würden. Doch hier knausern die Staaten, geben zögerlich, häppchenweise und oft unkoordiniert nur Millionenbeträge frei. Insgesamt wäre lediglich ein mittlerer dreistelliger Milliardenbetrag nötig, ein Klacks gegenüber den inzwischen mehr als acht Billionen Dollar, die ohne großes Aufheben in Form von Eigenkapital, Liquiditätshilfen oder Risikoschirmen für Finanzbranche und Konjunktur locker gemacht wurden.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Der große „Klimatopf“ der Staatengemeinschaft lässt hingegen trotz aller löblichen Einzelspritzen immer noch auf sich warten, obwohl Investitionen zum Klimaschutz unabdingbar sind – das zweitteuerste Jahr der Geschichte für die Versicherer gibt nur eine Vorahnung dessen, was da auf die Welt zukommt. Der Klimatopf lässt auf sich warten, obwohl inzwischen vielfach gesagt, geschrieben und betont wurde, dass diese Investitionen überdies zur Lösung der wirtschaftlichen Probleme beitragen. Warum nur sind die politischen Entscheidungsträger auf dem einen Auge so blind? Auch der deutschen Regierung liegen seit langem zukunftsträchtige und rentabel realisierbare Konzepte vor, die nur umgesetzt werden müssten und dort, wo es drauf ankommt, zugunsten von Umwelt, Wirtschaft und Arbeitsplätzen wirken würden: in klein- und mittelständischen Betrieben und in den Regionen. </p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" /><p> </p><p /><span style="FONT-SIZE: 12pt; FONT-FAMILY: ">Es ist höchste Zeit, dass die mit der Finanzkrise begründeten Aufrufe zu langfristigem Denken ernst genommen werden und das aktuelle Krisenmanagement schleunigst in tatsächlich langfristiges Denken und Handeln übergeht. Politik, Wirtschaft und Finanzen sollten das Jahr 2009 in diesem Sinne nutzen, die Klimakonferenz in Kopenhagen zum Erfolg machen, Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung als Kerngeschäft mit kräftigen Investitionen vorantreiben und damit zur Rettung der wirklichen Welt beitragen.</span> ]]></description>
<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 15:35:44 +0100</pubDate>
<dc:creator>sbergius</dc:creator>
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<title>Nachhaltigkeitsstrategie ohne Länder und Kommunen ist eine Luftbuchung</title>
<link>http://bergius.blogg.de/eintrag.php?id=176</link>
<description><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none">Erstmals hat die Bundesregierung ihre Nachhaltigkeitsleistungen von unabhängiger Seite, durch das Statistische Bundesamt, überprüfen lassen. Ergebnis ist ein durchaus selbstkritischer Fortschrittsbericht. Auch viele Interessengruppen wurden konsultiert, wie Länder und kommunale Spitzenverbände. Doch die schildern sich selbst aktiver als sie sind. Gute Beispiele sind leider nicht die Regel. Die Nachhaltigkeitsstrategie kann aber nur greifen, wenn die Bundesregierung Länder und Kommunen viel besser informiert und fordert.</p> <br /><br /> <p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none">Die stärkere Einbindung der Länder und Kommunen ist unabdingbar, sonst sind viele Nachhaltigkeitsziele nicht erreichbar. Wie soll die täglich neu bebaute Fläche von derzeit 113 ha auf 30 ha sinken, wenn Kommunen nicht auf die Ausweisung neuer Wohn- und Gewerbegebiete verzichten und stattdessen Innenstadtlagen und ungenutzte Flächen attraktiv machen? Wie soll die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund gelingen, wenn nicht in den Gemeinden? Das sind nur zwei Beispiele von vielen.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none">Obwohl Länder und Kommunen zur Realisierung der Nachhaltigkeitsstrategie so wichtig sind, ist vielen Entscheidungsträger in den Ländern und den meisten in den Kommunen eben diese Strategie des Bundes gar nicht bekannt. Was läge näher, als die Kernaussagen des Fortschrittsberichts an zentrale Personen in Länderregierungen und –parlamenten sowie an die Bürgermeister aller Kommunen zu senden und deren Bedeutung dafür hervor zu heben? </p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none">„Zu teuer“, klingt es auf Anfrage aus dem Bundeskanzleramt. Zu teuer? Information ist die erste und wichtigste Investition, die betrieben werden muss, damit alle Verantwortlichen dazu beitragen, dass Deutschland zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise übergeht. Gelingt es nicht, alle ins Boot zu bekommen, gelingt auch dieser Übergang nicht. Das wird Deutschland, die Regierung, die Bevölkerung, die Steuerzahler, die Wähler mittelfristig noch viel teurer zu stehen kommen als das bisschen Post. Man denke nur an steigende Kosten für Rohstoffimporte oder Gesundheitsversorgung oder den Unterhalt überdimensionierter Versorgungsleitungen.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none">Was nutzt es, wenn die Bundesregierung ankündigt, stärker als bisher auf die Länder zugehen, föderale Trennungen überwinden und die unsinnige Auflösung der Bund-Länder-Arbeitsgruppe nachhaltige Entwicklung durch die Umweltministerkonferenz 2007 wieder wett machen zu wollen, wenn die Regierung das grundlegende Mittel dafür<span style="mso-spacerun: yes">  </span>- gute Information – vernachlässigt? Was helfen Strategien, wenn nicht alles dafür getan wird, dass jeder Mitverantwortliche sie kennt – und dann umsetzt? </p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none">Es ist erforderlich, dass der Bund jede Kommune per Post über die aktualisierte Nachhaltigkeitsstrategie informiert (e-mails werden zu leicht weggeklickt) und möglichst jeden Bürgermeister persönlich anspricht. Darauf zu vertrauen, dass die kommunalen Spitzenverbände das vielleicht tun, wie es das Bundeskanzleramt offenbar macht, ist leichtsinnig. Zwar haben sie was zum Fortschrittsbericht beigetragen, doch Papier ist geduldig und Verbände oft träge. Überdies ist es viel wirkungsvoller, wenn ein Schreiben vom Kanzleramt direkt auf dem Tisch des Bürgermeisters landet.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none">Am besten sollte das Begleitschreiben auffordern, die einst sehr aktiven und erfolgreichen, vielerorts aber eingeschlafenen „lokalen Agenda 21“-Prozesse wiederzubeleben. Dadurch ließen sich der in der Vergangenheit oft gezeigte große Einfallsreichtum und das starke Engagement der Bürger für mehr Nachhaltigkeit aktivieren. Nachhaltigkeit entscheidet sich nicht fernab in Berlin, sondern vor Ort in den Kommunen. Wie sehr, zeigt zum Beispiel das Ökodorf Sieben Linden in Sachsen-Anhalt, das mit seinen 115 Einwohnern dabei ist, den Ressourcenverbrauch auf zehn Prozent des Bundesdurchschnitts zu senken. Wenn Kommunen in Wettbewerb treten, oder besser noch sich austauschen und Projekte gemeinsam angehen, kommt die Nachhaltigkeitspolitik insgesamt viel schneller voran. Dann muss sich die Bundesregierung demnächst vielleicht nicht mehr vom Nachhaltigkeitsrat vorwerfen lassen, weitgehend gescheitert zu sein.</p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none" /><p> </p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none">Fortschrittsbericht: <span style="FONT-SIZE: 12pt; FONT-FAMILY: "><a href="http://www.dialog-nachhaltigkeit.de/"><font color="#800080">http://www.dialog-nachhaltigkeit.de</font></a></span></p>]]></description>
<pubDate>Wed, 17 Dec 2008 10:28:58 +0100</pubDate>
<dc:creator>sbergius</dc:creator>
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